Mexico #10
Since it had been a long time here is another post with some pictures from Mexico. Although I had written a text about our trip to Mazunte, I didn't have the opportunity to upload some pictures - so here they are. For me it's been one of the most beautiful places to stay all over Mexico - I hope, you enjoy the photos.
Taschachferner Panorama
Panorama Aufnahme vom Taschachferner entstanden am 10. Juli 2010. Das Bild zeigt eindrucksvoll die Auswirkung von hohen Temperaturen auf gefrorenes Wasser. In der Bildmitte sieht man die Überreste der Taschach-Eiswand, einst eine der mächtigsten Eiswände in den Ötztalern. Links im Hintergrund die Wildspitze mit ihrer Nordwand, die einmal abgesehen von den Felsen in Wandmitte noch ganz gut dastand. Rechts unten geht's weiter zum Taschachhaus.
Fachübungsleiter-Ausbildung Hochtouren
Die vergangenen 10 Tage verbrachte ich im Pitztal auf dem Taschachhaus und habe dort meine Ausbildung zum Fachübungsleiter Hochtouren beim DAV abgeschlossen. Die Ausbildung besteht (normalerweise) aus 3 Teilen: Grundkurs, Felsklettern und Eis.
Unseren Kurs (wir waren insgesamt 11 Aspiranten) leiteten Jörn Heller und Max Bolland. Die beiden haben in professioneller Art und Weise sowohl fachlich als auch pädagogisch durch den Kurs geführt. Von den Horrorgeschichten, die man hier und da über die Ausbildung zum FÜL Hochtouren hört, hat sich wenig bis gar nichts bewahrheitet. Lediglich die Tatsache, dass man für die 10 Tage etwas Kondition mitbringen sollte und das ein oder andere mal sehr früh aufstehen muss kann sicherlich nicht angezweifelt werden :-)
Der Kurs besteht aus einer Einführung in das Steigeisengehen - vorwiegend Vertikalzackentechnik, einigen Probe-Führungstouren, einer Theorieprüfung, Prüfung im Eisbruch und zwei abschließenden Prüfungstouren.
Als Übungstouren standen für uns 3 etwas schwerere Hochtouren rund um das Taschachhaus auf dem Programm. Dass dabei dank des warmen Wetters (bis zu 27 Grad auf der Hütte!!!) mehr und mehr Felstouren gemacht wurden, tat dem Kurs keinen Abbruch, ich hätte mir freilich ein paar mehr Unternehmungen im Eis gewünscht. Unsere Tourenziele waren zunächst die Überschreitung des Pitztaler Urkunds - eine ungeahnt schöne Felskletterei im 2. Grad, die Sexegerten-Nordwand mit Überschreitung vom Nord- zum Südgipfel sowie die Petersenspitze-Nordwand mit Überschreitung des Brochkogels.
Die Prüfung im Eisbruch bestand aus einem Eis-Parcours für Vertikalzackentechnik, der mich an die Grenzen meiner Steigeisen-Fähigkeiten brachte und einem senkrechten Vorstieg im Gletschereis. Im Anschluss daran wurde eine Theorieprüfung geschrieben, bei der ich vor allem - schändlicherweise - große Defizite im Bereich Erste Hilfe und Wetterkunde hatte... hier gelobe ich Besserung :-)
Die Führungstouren wurden aus den Erfahrungen der vorangegangenen Touren im Bereich Gratüberschreitungen gewählt. So stand einmal die Überschreitung der Bligg-Spitze vom Südgrat (eigentlich II, aber patschnass dank Nebel) und Ostgrat auf dem Programm. Des weiteren besuchten wir die Eiskastenspitze über Südostgrat (Stellen III, sonst II) und Abstieg über den Mittleren Eiskastenferner.
Alles in allem konnte ich auf dem Kurs noch einmal viel dazu lernen und im Gegensatz zum Felskurs viele wesentliche Tipps und Tricks einsammeln. Daneben habe ich gemerkt, wo meine Defizite liegen und an was ich in Zukunft arbeiten kann.
Im Übrigen war die Gruppe der absolute Hammer! Wer sich überzeugen will, findet weitere Bilder in der Kaktusteam Gallery. Weitere Bilder finden sich auf dem Blog von Markus (einem weiteren Teilnehmer des Kurses - Der Blog ist auch so sehr lesenswert!).
Motörhead
Am vergangenen Wochenende hat wurde ich gefragt, ob ich eine Wunschliste an Touren hätte, die ich gerne noch machen möchte. Irgendwo in meinem Kopf gibt es natürlich eine solche Liste und die "Motörhead" am Grimsel war sicherlich eine Tour, die auf dieser Liste ganz weit oben stand. Gleich nach der Rückkehr von Sardinien wollten wir (Göbse und ich) diese Tour klettern, dieses Wochenende sollte es dann soweit sein.
Die Tour selber befindet sich im "Eldorado", einem Klettergebiet am westlichen Ende des Grimsel-Stausees, etwas abgelegen vom Trubel im Tal selbst. Eingebohrt wurde sie von den Remy Brüdern, wie so mancher Klassiker in den Alpen. Füher war sie berüchtigt dafür, weniger Haken als Seillängen vorzuweisen (die Tour hat 14 Längen!). Wie heißt es so schön im Plaisir-Führer: "Wer die Größen seiner Friends nicht auswendig kennt, sollte gar nicht erst einsteigen." Diese Meinung kann ich voll und ganz bestätigen.
Nun gut. Wir sind also gegen 15:30 in Karlsruhe losgefahren und waren irgendwann um 19:30 am Grimselhospiz. Dort haben wir erst einmal Materialsortage betrieben. Vom Grimselhospiz läuft man ca. 1,5h bis zum Einstieg. Wegen der Länge der Tour entschieden wir uns darunter zu biwakieren. Darum sollten dir Rucksäcke so leicht wie möglich sein.
Zum Material gleich vorneweg: Wir hatten pro Seilschaft mindestens einen kompletten Satz Camalots dabei von 0.3 bis 3.0. Vor allem die Größen 0.3 bis 0.5 waren in den vielen Verschneidungen und Rissen ständig im Einsatz. Da wir zwei Seilschaften bilden wollten, entschieden wir uns dafür, statt den Halbseilen jeweils ein 70m Einfachseil mitzunehmen um weniger tragen zu müssen und beim Abseilen schneller voranzukommen. Auch das war eine gute Entscheidung. Wir hatten keinen einzigen Seilverhau und waren mit 9 mal Abseilen wieder unten - dazu später mehr. Keile kann man daheim lassen, wenn man genügend Friends am Gurt hat. 10 Exen haben gereicht. Wer abseilen möchte, sollte ein paar Kettenglieder mitnehmen, da nicht alle Stände zum Abseilen eingerichtet sind, sowie ein paar Meter Repschnurmaterial. Es wird fast durchgehend auf Reibung getreten, dies vielleicht noch als Hinweis für die Wahl der Kletterschuhe!
Nach einer lauschigen Biwaknacht auf einer Sandbank im abgelassenen Grimselstausse sind wir gegen 7:20 in die Tour eingestiegen. Sie war trocken und lag zu dieser Zeit noch gut im Schatten. Die erste Länge verlangt mit 4a noch nicht allzuviel vom Kletterer, macht aber mit 1 Haken gleich mal klar, dass die Absicherung sehr spärlich vorhanden ist. Den Stand bezieht man rechts unterhalb eines großen überhängenden Blocks. Die zweite Länge macht mit einer glatten 5c Platte mit zwei Haken Lust auf mehr, unsere Vorsteiger haben diese Stelle allerdings links mit etwa 5a umgangen. Zur Sache geht es erstmals nach dieser kurzen Platte, wo ein senkrechter Piazriss ohne Haken überwunden werden muss, um an den zweiten Stand unterhalb der 6a-Verschneidung zu gelangen. Diese stellt dann auch die erste Schlüssellänge dar. Der Riss ist gut zu greifen, wird aber nach oben immer steiler und wer bis jetzt noch geschlafen hat, ist spätestens jetzt wach. Der erste Haken ist quasi schon am Ausstieg bevor es dann über die eigentlich Schlüsselstelle dieser Länge über eine glatte Platte zum nächsten Stand geht. Wer hier bereits Probleme hat, sollte lieber umkehren!
Es folgen zwei leichtere, aber schöne Längen (4a und 5a), bevor es mit 5c zuerst über eine Wandstelle (hier den rechten der beiden Risse klettern!) in die lange Verschneidung geht. Der obere Teil dieser Länge ist mit Sicherheit eine der schönsten Stellen in der Tour: Eine traumhafte Rissverschneidung, die gerade noch flach genug und griffig genug ist, um einfach nur Spaß zu machen. Danach folgt mit einer weiteren 6a Länge mit 2 Haken die nächste Schlüssellänge der Tour. Die Verschneidung wird hier runder und das Anbringen der Sicherungsmittel kostet nicht nur Kraft, sondern auch Nerven, weil man von oben nicht mehr in den Riss "hineinsieht". Der folgende Stand, unterhalb der 6a+ Länge hat uns einen gewaltigen Verhauer eingebracht: Es geht nicht gerade aus weiter, sondern sofort vom Stand weg nach rechts hoch, wo man einen gestürzten Keil und einen Haken sieht. Gerade aus ist 7a+ und wirklich nicht zu empfehlen!!!
Die 6a+ ist eine Stelle, vom Stand weg, wer hier weit unten bleibt (auf Höhe des Hakens) und nach rechts quert, macht sich hier das Leben leichter. Die Länge ist lang und führt von dem kleinen Dächlein rechts weiter in einen etwas ekligen Riss, der schwer abzusichern ist zu einem Stand auf einem kleinen Sporn. Danach folgen zwei leichte Längen (4b und 5b) zu einem sehr bequemen Stand unterhalb der 3 Ausstiegslängen. Hier lässt sich gemütlich rasten und eine Pause machen. Wer's besser macht, wie wir, der hat hier noch genug zu trinken (wir hatten pro Nase nur 0,75l dabei, was für die hohen Temperaturen und die viele Sonne viel zu wenig war).
Die letzten 3 Längen haben es dann noch mal in sich. Die Schlüsselstelle der ersten 5c befindet sich oberhalb der gut sichtbaren Schuppe, wenn man diese verlassen muss um über eine glatte Platte zum Stand unterhalb der s-förmigen Rissverschneidung zu kommen. Schon darunter bietet die Schuppe nicht die besten Griffe um die steile Stelle zu überwinden und verlangt gutes Anstehen und beherztes Zupacken. Wir waren uns alle einig, dass in der folgenden, 12. Seillänge die eigentliche Schlüsselstelle wartet: Der 6a Riss wird nach oben hin so klein, dass nur noch die Fingerkuppen hineinpassen. Zwar klettert man die eigentliche Schlüsselstelle direkt am Haken, jedoch war zumindest bei mir der Saft so dahin, dass ich die Stelle im Nachstieg nicht direkt klettern konnte. Fehlende Tritte und schlechte Reibung tun hier ihr übriges dazu. Nach dem kleinen Dächlein hat man die Wahl zwischen sehr glatten Platten oder kleinen Leisten und Untergriffschuppen auf dem Weg zum vorletzten Stand. Auch die abschließende 5c fordert mit schlechter Absicherung und offenen Rissen nochmal konzentriertes klettern, bevor man schließlich nach 14. Seillängen über eine 4er Platte zum Plateau aussteigt.
Wie bereits erwähnt, haben wir uns entschieden, über die Tour abzuseilen. Die ersten beiden Längen sind wir dabei über den "Hirnriss" abgeseilt und konnten so mit insgesamt 9 mal Abseilen wieder unten ankommen. Sicher von Vorteil ist es dabei, den ersten Mann jeweils abzulassen, da die vielen Risse und der rauhe Granit sicher dafür sorgen, dass man mit einem "geworfenen" Seil viel Spaß hat. Wir schafften die 450m nach unten ohne einen Seilklemmer und ohne Knoten. Nach ca. 2h waren wir wieder unten.
Bleibt da noch die Sache mit dem Rucksack... wir hatten pro Seilschaft einen Rucksack dabei, der jeweils auf dem Rücken des Nachsteigers war. Das hat den Vorteil, dass der Vorsteiger den Rücken frei hat, der Nachsteiger hat dafür das doppelte Gepäck. Ich habe lange hin- und herüberlegt, ob ich meine große Kamera mitnehmen soll. Die Konstellation einer 4er Seilschaft hat mich aber dazu bewogen, die Spiegelreflex einzupacken, was gleich nochmal 1,6kg mehr im Rucksack waren. Die Bilder sind zwar (wie ich finde) sehr schön geworden, allerdings wäre aus jetziger Sicht eine weitere Flasche Wasser für das Wohlbefinden in der Tour sicherlich angenehmer gewesen... ich hoffe, die Bilder gefallen euch wenigstens und bereue es nicht, die Kamera dabei gehabt zu haben.
Als Fazit kann man sagen, dass diese Tour ihrem Ruf voll und ganz gerecht wird. Die Kletterei ist einmalig schön, liegt in traumhafter Kulisse und bietet abwechslungsreiches Klettern, wenn auch der Schwerpunkt ganz klar auf Piaz-Rissen liegt. Die Länge sollte nicht unterschätzt werden. Wir haben insgesamt etwa 10h für die Kletterei benötigt, nahmen uns allerdings viel Zeit, um Fotos zu machen und haben auch einmal eine Seilschaft zwischendrin abseilen lassen und eine andere überholen lassen. Alles in allem eine Traumtour - wenn man die Schwierigkeiten beherrscht. Die Tour ist nicht zu vergleichen mit der "Fair Hands Line" - was im Kletterführer etwa gleichschwer bewertet ist, wird durch die Länge und die sehr spärliche Absicherung noch einmal deutlich schwerer!
Update auf Typo3 4.4
Gerade eben habe ich auf die neue Version von Typo3 (4.4) geupdated und bin mal wieder überrascht, wie problemlos alles läuft. Die neue Version erscheint im Backend deutlich aufgeräumter und vor allem schneller - oder liegt das an der langsamen T3 Installation, mit der ich heute den ganzen Tag arbeiten musste?!?
Über die Änderungen bin ich im Detail noch nicht gestolpert, bin aber vor allem bei ExtBase sehr gespannt, was sich alles getan hat. Eine detaillierte Liste der Änderungen und Verbesserungen findet sich unter http://typo3.org/download/release-notes/typo3-44/
























































































